HOTEL&DESIGN | VINEUS WINE AWARD 2026: Das sind die Sieger:innen
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Gruppenbild Sieger:innen: Simone Furtlehner, Newcomer Sommeliere; Benjamin Buxbaum, Trinkwerk-Goliath; Heidi und Manfred Tement, Genuss Erlebnis am Weingut; Hans, Anita und Martin Nittnaus, Preisträger Lebenswerk und Peter Grill, Newcomer-Winzer des Jahres
Fotograf & © Verleihung 2026: Michael Jurtin für Transgourmet

VINEUS WINE AWARD 2026: Das sind die Sieger:innen

Simone Furtlehner und Peter Grill sind die Newcomer des Jahres – Hans Nittnaus für sein Lebenswerk ausgezeichnet
  • 15 Jahre VINEUS: Transgourmet feiert Jubiläum des Branchenpreises
  • Weingut Tement für „Genuss-Erlebnis am Weingut ausgezeichnet
  • Hans Nittnaus wurde für sein Lebenswerk geehrt
  • Trinkwerk-Goliath für Benjamin Buxbaum

Vor 15 Jahren wurde der VINEUS Wine Award ins Leben gerufen, um Menschen rund um den Wein vor den Vorhang zu holen. Am 21. September feierte der von Transgourmet Österreich initiierte Branchenpreis nun Jubiläum – und erstmals dort, wo Wein wächst: Im LOISIUM in Ehrenhausen, inmitten der südsteirischen Weinberge, wurden die VINEUS Wine Awards 2026 verliehen. Zu den Gewinner:innen des Abends zählen Simone Furtlehner als „Newcomer Sommeliere des Jahres“ und Peter Grill als „Newcomer Winzer des Jahres“. Das Weingut Tement überzeugte in der Kategorie „Genuss-Erlebnis am Weingut“, Benjamin Buxbaum erhielt den Trinkwerk-Goliath und Hans Nittnaus wurde für sein Lebenswerk geehrt.

15 Jahre VINEUS: Die Idee ist geblieben, der Award gewachsen

Entstanden ist der VINEUS aus einer gemeinsamen Idee von Transgourmet Geschäftsführer Thomas Panholzer und Silvia Petz: Menschen, die hinter Österreichs Weinen stehen, eine Bühne zu geben und sie stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ein besonderes Augenmerk galt von Beginn an dem Nachwuchs. Junge, noch weniger bekannte Winzer:innen sollten mit dem Award die Chance bekommen, sich einem größeren Publikum zu präsentieren und in der Branche sichtbar zu werden. Seit 2023 wird der VINEUS auch für Jung-Sommeliers vergeben.

An dieser Grundidee hat sich bis heute nichts geändert – wohl aber am VINEUS selbst. Die Kategorien wurden laufend an die Entwicklungen in der Weinwelt angepasst. So sind Weingüter heute vielfach nicht mehr ausschließlich Orte der Weinproduktion: Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten, Verkostungen und besondere Erlebnisse rund um den Wein gehören zunehmend zum Angebot. Mit der Kategorie „Genuss-Erlebnis am Weingut“ trägt der VINEUS dieser Entwicklung Rechnung. Auch die Verleihung hat sich verändert: Statt einer langen, formellen Zeremonie steht heute vor allem der Austausch zwischen Winzer:innen und Gastronomie im Mittelpunkt.

„Der VINEUS war von Anfang an als Bühne für Menschen gedacht, von denen wir überzeugt waren, dass man noch viel hören wird. Wenn wir heute auf 15 Jahre zurückblicken, sehen wir, dass genau das bei vielen gelungen ist. Gleichzeitig hat sich die Weinwelt verändert und der VINEUS mit ihr. Heute geht es nicht mehr nur darum, was im Glas ist, sondern auch darum, wie Wein vermittelt, präsentiert und erlebt wird. Diese Vielfalt wollen wir mit dem VINEUS abbilden“, sagt Thomas Panholzer, Geschäftsführer Transgourmet Österreich.

Peter Grill ist Newcomer Winzer des Jahres

Das Publikum kürte Peter Grill aus Leutschach an der Weinstraße zum „VINEUS Newcomer Winzer des Jahres 2026“. Für ihn beginnt die Qualität eines Weines lange vor der Lese: Im Weingarten am Eichberg entscheidet sich, was später ins Glas kommt. Gemeinsam mit seiner Familie bewirtschaftet Grill rund zwölf Hektar Rebfläche mit viel Handarbeit und Respekt vor der Natur. Seine Weine tragen die Handschrift ihrer Herkunft und den Charakter der Südsteiermark. „Seine Weine zeigen, dass Herkunft oft die stärkste Zutat ist“, so die Begründung für die Auszeichnung. Als Gewinner erhält Grill ein Forcierungspaket von Transgourmet Österreich im Wert von 17.000 Euro.

Von der Küche zur Newcomer Sommeliere des Jahres

Auch bei den Sommeliers hatte das Publikum das letzte Wort: Simone Furtlehner holte sich den Titel „Newcomer Sommeliere des Jahres 2026“. Ihr Weg zum Wein führte über die Küche, wo sie früh ein feines Gespür für Aromen und deren Zusammenspiel entwickelte. Dieses Wissen verbindet sie heute mit fundierter Weinkompetenz und internationaler Erfahrung – unter anderem bei Mother Rock Wines in Südafrika, wo sie Einblicke in Weinlese und Kellerarbeit gewann. Heute ist sie als Diplom-Sommelière im Weingut Thomas Niedermayr im Südtiroler Eppan tätig. Daneben bringt sie als selbstständige Beraterin gemeinsam mit Helena Jordan mit „Madeleine Momente“ besondere Weinerlebnisse direkt zu Weinliebhaberinnen und Weinliebhabern nach Hause. Für Furtlehner endet Weinwissen nicht bei der Flasche: Sie sucht laufend nach neuen Weinen und dem Austausch mit Winzer:innen, um Herkunft und Machart noch besser zu verstehen – und daraus neue Erlebnisse für ihre Gäste zu schaffen. Genau diese Neugier und ihr Blick über die klassische Weinberatung hinaus überzeugten beim VINEUS.

Auf die Siegerin warten ein Aufenthalt in der Winzarei des Weinguts Tement sowie ein Medienpaket von KALK&KEGEL im Wert von 15.000 Euro mit Podcast-Auftritt, Online-Porträt und einem Porträt im Magazin.

Weingut Tement: Aus Wein wird ein Rund-Um-Erlebnis

Wie sehr sich das Angebot vieler Weingüter in den vergangenen Jahren verändert hat, zeigt der diesjährige Sieger in der Kategorie „Genuss-Erlebnis am Weingut“: das Weingut Tement. Mit der „Winzarei“ hat die Familie acht alte Winzerhäuser vor dem Verfall bewahrt, behutsam renoviert und zu einem außergewöhnlichen Rückzugsort mitten in den Weinbergen gemacht. Das Frühstück kommt im Picknickkorb vor die Haustür, Pool und Sauna laden zum Verweilen ein. Mit dem Wirtshaus am Zieregg direkt an einer der bekanntesten Weinlagen der Südsteiermark verbindet das Weingut Tement Wein, Kulinarik und Gastlichkeit zu einem umfassenden Erlebnis. Die aktive Vermarktung des Weins direkt am Weingut gehört seit jeher zur Stärke der Familie Tement: Sie denkt Wein längst in einer 360-Grad-Dimension – von der Herkunft über Kulinarik und Beherbergung bis zum unmittelbaren Erlebnis vor Ort.

Trinkwerk-Goliath geht an Benjamin Buxbaum

Mit dem Trinkwerk-Goliath zeichnet Transgourmet Trinkwerk auch 2026 einen Partner aus, der sich in besonderer Weise um Wein und Weinkultur verdient gemacht hat. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Benjamin Buxbaum und sein Restaurant Buxbaum im idyllischen Heiligenkreuzerhof in der Wiener Innenstadt.

Für die Wahl Benjamin Buxbaums gab es gleich eine ganze Reihe guter Gründe: kompetente Beratung und Weinbegleitung, eine außergewöhnliche Auswahl mit Jahrgangstiefe und Großformaten, faire Kalkulation und gepflegte Glaskultur. Auch alkoholfreie und Low-Alcohol-Alternativen gehören für ihn zu einer zeitgemäßen Getränkekultur. Vor allem aber ist Buxbaum Botschafter österreichischer Weinkultur in der Gastronomie.

Passend dazu fällt auch der Preis groß aus: Buxbaum erhält eine 18-Liter-Großflasche Comondor 2017 von Hans Nittnaus. „18 Liter deshalb, weil es mindestens 18 gute Gründe für Benjamin Buxbaum gibt“, so Gerald Santer, Bereichsleiter Transgourmet Trinkwerk.

Hans Nittnaus mit VINEUS für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Der Höhepunkt der VINEUS-Gala war auch im Jubiläumsjahr die Verleihung des Lebenswerk-Preises. Sie ging 2026 an Hans Nittnaus, einen der Wegbereiter des modernen burgenländischen Qualitätsweinbaus. Die Geschichte seiner Familie in Gols reicht bis ins Jahr 1684 zurück; 1975 übernahm Hans Nittnaus den Betrieb und begann, ihm jene Handschrift zu geben, die weit über das Burgenland hinaus Wirkung zeigen sollte.

Der Preisträger steht für konsequente Qualitätsarbeit, einen starken Bezug zur Herkunft und einen naturnahen Umgang mit den Weingärten, die seit 2013 biologisch beziehungsweise biodynamisch bewirtschaftet werden. 1990 schuf Hans Nittnaus mit dem Comondor eine Rotweincuvée, die rasch zu einem der Aushängeschilder des österreichischen Rotweins wurde. „Er schrieb damit österreichische Rotweingeschichte“, sind sich Branchenkenner einig. Wenig später setzte Nittnaus einen weiteren wichtigen Impuls für den heimischen Weinbau: Er war maßgeblich an der Entwicklung von Pannobile beteiligt – einer Vereinigung von Winzer:innen aus Gols und zugleich Bezeichnung für deren hochwertige, herkunftsgeprägte Weine.

Hans Nittnaus gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten dieser Entwicklung. Die Idee war für ihre Zeit wegweisend: Statt sich an internationalen Rotweinstilen zu orientieren, setzten die Winzer auf heimische Rebsorten und einen unverwechselbaren regionalen Charakter. Damit nahm Pannobile vieles vorweg, was den österreichischen Wein heute prägt: das klare Bekenntnis zu Herkunft und Eigenständigkeit.

Mit seinem Qualitätsverständnis hat Hans Nittnaus nicht nur das eigene Weingut geprägt, sondern wesentlich dazu beigetragen, dem burgenländischen und österreichischen Rotwein internationales Renommee zu verschaffen. Genau dieser Einfluss über den eigenen Betrieb hinaus steht im Mittelpunkt der VINEUS-Auszeichnung für das Lebenswerk.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt Top-Sommelier Simon Schubert.

Jubiläum mitten in den Weinbergen

Passend zum Austragungsort führte Transgourmet Trinkwerk seine Gäste heuer erstmals auch hinaus in die Weingärten. Gemeinsam mit Wein Steiermark und den teilnehmenden Weingütern wurde eine Lagenrallye zu Top-Rieden der Südsteiermark organisiert. Zieregg, Sulz und Lubekogel standen dabei ebenso auf dem Programm wie der persönliche Austausch mit den Winzer:innen. So begann das VINEUS-Jubiläum bereits dort, wo die Geschichten des Abends ihren Ursprung haben: im Weingarten.