HOTEL&DESIGN | PRIVATBRAUEREI ZWETTL FREUT SICH ÜBER GUTE BRAUGERSTENERNTE 2019
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Zwettler Braumeister Heinz Wasner; Karl Schwarz, Inhaber der Traditionsbrauerei und Alfred Sturm, Obmann der Erzeugergemeinschaft Edelkorn © Christoph Kerschbaum

PRIVATBRAUEREI ZWETTL FREUT SICH ÜBER GUTE BRAUGERSTENERNTE 2019

  • 100 Landwirte der Erzeugergemeinschaft Edelkorn bauen für Zwettler Bier im Waldviertel Braugerste an
  • Hochwertige Sommer-Braugerste als zunehmend anspruchsvolle Kultur
  • „Regionstypischer Genuss“ als Anspruch und Ansporn

 

Regionstypischer Geschmack ist seit jeher eines der Erfolgsrezepte der Waldviertler Privatbrauerei Zwettl. Das setzt voraus, dass die für das Bierbrauen nötigen Zutaten Hopfen, Braugerste und Brauwasser aus der Region stammen. Das Waldviertel bringt dafür nach wie vor sehr gute Voraussetzungen mit: So wurde eben die Ernte der Braugerste im Bezirk Waidhofen an der Thaya wirklich zufriedenstellend abgeschlossen. Dank der langjährigen, intensiven Kooperation mit der Erzeugergemeinschaft Edelkorn, die Landwirte der Region vereint, kann Zwettler den Großteil seines Bedarfs an Braugerste „vor der Haustüre decken“. Mehr als hundert Landwirte bauen auf rund 500 Hektar im Rahmen von „de-facto-Vertragslandwirtschaft“ für die Traditionsbrauerei Sommergerste an. Heuer verarbeitet die Privatbrauerei Zwettl 1.600 Tonnen Waldviertler Braugerste zu „bierigen Spezialitäten“. „Wir fühlen uns einerseits der Region und ihren Bauern und andererseits unseren Konsumenten verpflichtet, die exakt den regionstypischen Geschmack des Waldviertels bei jedem Zwettler Bier schätzen“, so Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl. „Wir heben uns dank der regionalen Rohstoffe geschmacklich klar ab.“

 

Zwettler hat „Durst auf mehr Waldviertler Braugerste“
Rohstoffe aus der Region sind ein zentrales und essenzielles Thema: Zwettler selbst ist durch langjährige Abnahmeverträge bei Hopfen und Braugerste gut abgesichert, will sich aber noch weiter in der Region einbringen. „Aktuell können wir leider nicht unseren gesamten Bedarf an Braugerste im Waldviertel abdecken – würden das aber gerne tun“, sendet Karl Schwarz klare Signale an die regionale Bauernschaft.

 

2019 war ein „außergewöhnliches Jahr“ für Getreideanbau
Das zuerst früh sehr warme Klima im Frühjahr, der verregnete und kalte „Wonnemonat“ Mai sowie die Hitze- und Trockenperiode im Juni gingen – so Alfred Sturm, Obmann der Erzeugergemeinschaft Edelkorn – „nicht spurlos an der Sommergerste vorüber“. So lag der Erntezeitpunkt heuer erstmals nach jenem anderer Getreidesorten wie beispielsweise Weizen.

 

Qualität und Ertrag liegen „im guten langjährigen Durchschnitt“, dennoch wird laufend an neuen, sich den verändernden klimatischen Bedingungen gut anpassenden Sorten geforscht. Heuer wurde erstmals eine neue Sommergerstensorte namens ESMA angebaut, die vom Braugersten-Sorten-Komitee empfohlen wurde. Das Braugersten-Sorten-Komitee, bestehend aus Mälzern, Brauern und Vertretern der Landwirtschaftskammer, macht jährlich Vorschläge, welche Sorten regionstypisch gute Erträge bringen.

 

Österreich ist „eines der südlichsten Braugerste Anbau-Gebiete“
Österreich ist eines der südlichsten Länder, in denen Sommergerste – die sich besonders gut zum Bierbrauen eignet – angebaut wird. Lange Hitzeperioden und Trockenheit setzen der Sommergerste zu. Der Einsatz von Wintergerste wird für Bierbrauer daher zunehmend zur Alternative. Auch weil Sommergerste vermehrt anderen Getreidesorten weicht: Allein in Niederösterreich gingen die Anbauflächen in den letzten Jahren um ein Drittel zurück.

 

Ziel: Braugerstenanbau in Österreich aufrechterhalten
Um den Anbau von Sommerbraugerste in Österreich am Leben zu erhalten, sind daher gemeinschaftliche Anstrengungen aller Partner nötig: „Es braucht Brauereien wie uns, die bereit sind, langjährige Verträge mit den Landwirten einzugehen und entsprechend zu entlohnen“, weiß Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl, seine Verantwortung einzuordnen. Er schließt mehrjährige Lieferverträge mit der Erzeugergemeinschaft Edelkorn ab, bezahlt einen „Waldviertel-Bonus“ und garantiert die Abnahme der Erntemengen. Alfred Sturm weiß: „Auch Landwirte profitieren vom Anbau von Sommergerste, ist diese doch im Rahmen der Fruchtfolge wertvoll“. Und weiter: „Unsere gemeinsame Anstrengung gilt der Erforschung neuer Sorten, die sich den veränderten klimatischen Bedingungen anpassen können und dabei gute Erträge liefern. Auch die Entwicklung braufähiger Wintergerste kann ein Teil der Lösung sein.“


 

Fakten:
– 17 Kilogramm Braumalz sind für 100 Liter Zwettler Bier nötig
– Braugerstenmalz bestimmt Farbe, Geschmack und Kraft des Bieres
– In den letzten 20 Jahren wurde von der Privatbrauerei Zwettl Braumalz – hergestellt aus 70.000.000 Kilogramm Braugerste – verarbeitet
– Seit 2006 kooperiert Zwettler Bier mit der Erzeugergemeinschaft Edelkorn

 

Über Zwettler
Die Privatbrauerei Zwettl mit Sitz im nördlichen Niederösterreich wird als Familienunternehmen in der fünften Generation von der Brauerfamilie Karl Schwarz geführt. Die anspruchsvollen, regionstypischen Biere mit „Ecken und Kanten“ werden in der Gastronomie und im Handel vorwiegend im Osten Österreichs verkauft. Dank intensiver Kooperationen mit Landwirten stammen Hopfen und Gerste aus der Region, das Brauwasser sprudelt aus eigenen Quellen. Zwettler engagiert sich in der Region für Kunst und Kultur und ist Hauptsponsor des Neptun Wasserpreises für den Schutz des heimischen Wassers. Die Brauerei ist Mitglied der Interessensgemeinschaft „Die Freien Brauer“ sowie der heimischen „CulturBrauer“.

• Gründung 1708
• Bierausstoß 2018: 193.200 Hektoliter
• Umsatz 2018: 24,9 Mio. Euro
• Mitarbeiter: 120

 

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